Woody & die Crew auf Landgang | Tag 4

Eingetragen bei: Allgemein, Camargue, Frankreich, Hausboot | 2

Heute bekommen Crew und Woody Woodpecker – wegen guter Führung – vom Kapitän persönlich einen freien Tag genehmigt. Diesen wollen sie für einen Landgang und dazu nutzen, ihre sonnenverbrannte Haut zu schonen. Geschlossen geht es, nach einem nach frischem Baguette, Orangensaft und Kaffee duftendem Frühstück, in die schattige Altstadt von Aigues Mortes. Nur Woody bleibt alleine zurück.

Die engen Gassen innerhalb der historischen Stadtmauern wimmeln von ausschwärmenden Touristen, farbenfrohen Läden, über und über gefüllt mit Salz in Geschenkdosen, Salz in bemalten Mühlen, Salz in bedruckten Stoffsäckchen und…rotem, schwarzem und weißem Reis der Camargue. Ganze Läden dienen daneben einzig dem Verkauf von Süßigkeiten jeden Zuckergehaltes. Dieses „Disneyland“, als das es in meinem Camargue-Krimi beschrieben wird, durchstreifen wir bis zur Mittagszeit und verbringen dann die Mittagshitze in einem kleinen steingemauertem Restaurant bei verschiedenen „Torro“ Spezialitäten, dem schwarzen Stier der Camargue.

Danach gönnen wir auch unserem Schiffsmobiliar einen Landgang und stellen unsere Stühle in den Schatten am Ufer. Wir wundern uns ein bisschen, aber denken uns nichts weiter dabei, dass unsere Woody, dem berühmten Fels in der Brandung gleich, unbeweglich in den wogenden Wellen eines jeden vorbeikommenden Schiffes liegt. Bis zu dem Moment, in dem wir sie für einen besseren Halt unserer Planke verschieben wollen. Wir drücken, wir zerren, doch unser sonst so treues Boot widersteht standhaft all unseren Bemühungen. Die Bootneulings-Moral von der Geschicht: Setzt du dein Boot auf 2 Steine auf, brauchst du Tau und Anker nicht.

Die Aufregung bezüglich des ungewissen Ausgangs ist nun natürlich groß und so können wir nicht bis zur eigentlich geplanten Abfahrt am nächsten Tag warten. Der Kapitän schmeißt schon heute die Motoren an. Zum Glück nimmt uns Woody den Tag an Land nicht länger übel und beendet ihre zickige Phase mit einer zwar holprigen aber doch überraschend problemlosen Gleitfahrt ins Wasser. Um nichts mehr zu riskieren, geben wir etwas wehmütig unseren ansonsten sehr idyllischen Liegeplatz auf, finden aber zum Glück einige Meter weiter noch einen befestigten und kostenlosen Anleger außerhalb des teuren Stadthafens.

Unser Abendessen können wir nun wieder so richtig genießen – vis à vis einiger im Sonnenuntergang ruhender Ausflugsdampfer.

 

Sonnenuntergang in Aigues Mortes
Sonnenuntergang in Aigues Mortes

 


Der Tag in Bildern


 

 

 

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2 Responses

  1. Bibo

    Ach du Schreck, ist man da nicht mal kurz dem Herzinfarkt nahe?
    und das hat weiter keine Folgen?

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